Woopra in WordPress integriert

Woopra-Oberfläche

Woopra-Oberfläche

Woopra ist ein Online-Statistikdienst, der in die eigene Seite als Javascript implementiert ist. Für Statistik-Fetischisten bietet es außer der Ansicht der derzeit online aktiven Besucher natürlich auch eine Übersicht über die Besucherzahlen der letzten Tage, ihre Aktivitäten (vor allem Referrer), Suchmaschineneinträge, die sie benutzt haben und die Länder, in denen sie sich aufhielten. Außerdem gibt es verschiedene Analyse-Ansichten, eine Suche nach Besuchern, die einem bestimmten Muster entsprachen. Einzelne Benutzer kann man ‘taggen’ oder automatisch (bei Login oder Kommentar-Cookie) taggen lassen. Für die Ansicht der Statistik lässt sich entweder die Online-Oberfläche benutzen oder aber eine java-basierte Applikation, die für Windows, Linux und Mac OSX verfügbar ist.

Ganz besonders interessant für jeden Big-Brother-Liebhaber bleibt aber die Live-Ansicht: Darin kann man nicht nur die Aktionen der Besucher in Realtime sehen (auch die externen Links, die sie anklicken), sondern auch direkten Kontakt mit den Besuchern aufnehmen. Initiiert der Administrator eine solche Konversation – wogegen in den meisten Fällen abzuraten ist – erscheint beim Benutzer ein Fenster ähnlich der Ankündigungen gängiger Chat-Applikationen, das ihm die Möglichkeit gibt, auf den Administrator zu antworten. Die Unterhaltung findet dann auch in einem chat-ähnlichen System statt. In den meisten Fällen wird der Benutzer allerdings glauben, dass es Spam wäre.

Woopra betreibt ein WordPress-plugin, das in der Version 1.1 lediglich die Eintragung des Javascript-Codes vornahm. Mit dem Release der Version 1.2 haben die Entwickler eine grundsätzliche Neuerung in einen Versionsübergang in den Nachkommastellen gelegt: Nun kann man sich innerhalb der WordPress-Administration die Statistiken anschauen. Das ersetzt die eigenständige Woopra-Applikation keineswegs (kein Live-Tracking!), allerdings ist es für die schnelle Statistik-Kost nicht schlecht!

Größtes Manko von woopra sind datenschutztechnische Bedenken. Diese schwingen in jeder Statistik-Applikation mit, allerdings ist es immer leichter zu ertragen, wenn die Daten auf dem selben Server verbleiben, wie bei wp-stattraq. In diesem Fall werden die Daten der Besucher sehr detailliert an woopra übertragen und dort scheinbar für immer gespeichert. Je mehr Leute den Dienst benutzen, um so gefährlicher wird es dadurch..

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